Bundesminister Peter Altmaier sagt dem BVKW Gespräche über Kleinwindanlagen zu

Bundesminister Peter Altmaier zu KleinwindanlagenNeustrelitz den 24.05.2013, im Rahmen der 4. Mitgliederversammlung des Landeszentrum für erneuerbare Energie Mecklenburg-Vorpommern, referierte Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über „Erneuerbare Energien in Deutschland“.

Davor machte er einen Rundgang über die Mitgliederstände des Landeszentrums und erkundigte sich über dessen Produkte und Wirken im Bereich erneuerbaren Energien.

Joachim Sroka berichtet ihm dabei, wie viele Endkunden sich gerne dezentrale Energie in Form von Kleinwindanlagen zulegen möchten. Allerdings sind die behördlichen Auflagen von extrem einfach in Bayern bis hin zu extrem schwierig in seiner Region (Brandenburg) sehr unterschiedlich. So dass so mancher Kunde frühzeitig aufgibt, obwohl er eigentlich ein Recht auf den Bau als Hauswindnebenanlage hat und vielleicht sogar noch privilegiert ist.

Dabei übergab er das Gespräch an Roger Schneider, Pressesprecher des BVKW (Bundesverbandes Kleinwindanlagen). Herr Schneider erklärte Herrn Altmaier, wie schlecht es für den Markt ist, dass auf der einen Seite in 8 Bundesländern bis 10m jeder Schrott eingebaut werden darf ( solange sich keiner Beschwert) und auf der anderen Seite Anlagen wie die ausgestellte Windspot Windenergieanlage mit sechs unabhängigen Zertifizierungen, inklusive der weltweit höchsten IEC 6400-2, bei manchen Bauämtern zurückgewiesen wird. Nur weil sie die offiziellen Zertifikate nicht kennen oder lesen können und dann viel einfacher zusätzlich Gutachten haben wollen. Dies macht den Markt auf doppelte Weise schwierig und behindert ihn unnötig.

Erstens werden in den Verfahrensfreien Regionen bis 10m auch nicht ausgereifte Kleinwindanlagen eingebaut, weil sie sehr billig sind, dann aber vielleicht extrem Lärm machen oder auch gefährlich sein können. Über diese Anlagen wird dann im Problemfall überall gesprochen und schaden damit den vielen guten Herstellern auf dem Markt, obwohl die schlechten nicht Repräsentativ sind. Denn gerne werden in der Presse alle Anlagen über einen „Kamm“ geschert und keiner will –verständlicherweise- störende Anlagen haben!

Zweitens werden in den windreichen Zonen wie in Schleswig Holstein immer wieder sehr gute und unabhängig zertifizierte Anlagen abgelehnt – selbst an Aussiedlerhöfen, bei denen es niemanden (auch vielleicht optisch) stören könnte. Deshalb kümmern sich viele innovative Hersteller nicht mehr um den deutschen Markt und verkaufen in boomenden und geförderten Ländern wie England oder Italien.

Dies kann aber nicht Sinn der Sache sein. Deshalb forderte Roger Schneider im Namen des BVKW eine Hilfe des Bundes. Damit sind keine Finanziellen Mittel sondern einheitliche einfache Baugenehmigungen gemeint. Des weiteren möchte der Bundesverband gerne die Bauämter, Länder und Gemeinden gemeinsam mit der Bundesregierung aufklären, was Kleinwindanlagen sind, wie ausgereift die Technik Heute ist und was Qualitätsmerkmale für eine Genehmigung und störungsfreien, leisen und langen Betrieb sind.

Herr Schneider bat dazu um ein tiefer gehendes Gespräch mit Herrn Altmaier und seinem, sowie weitere betroffene Ministerien. Herr Altmaier bestätigte, dass er dieses Gespräch gerne führen würde und bat um eine Email des BVKW zur Terminabstimmung, welches er in Kürze vom Vorstand erhalten wird.

Der BVKW bedankt sich beim Landeszentrum für erneuerbare Energie Mecklenburg-Vorpommern für die Präsentation und Gesprächsmöglichkeit und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in der Zukunft im Bereich Aufklärung über sinnvolle und ausgereifte erneuerbare Energien.

Landeszentrum für Erneuerbare-Energien Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 

25.05.2013, Pressesprecher BVKW, Roger Schneider